Ich schlage Folgendes vor...

Strafen für Besitzstörung

Aus gegebebem Anlass möchte gleich mit gutem Beispiel vorangehen und hiermit meinen mindestens dreiminütigen Aufenthalt auf der kleinen Treppe zum Lesesaal zum Zwecke des Nachschlagens eines Zitats zur Anzeige bringen. Ich habe dadurch mutwillig eine große Unfallgefahr verursacht. Studierende hätten Hals über Kopf über mich stolpern und durch möglichen unglücklichen Aufprall schwere, vielleicht sogar bleibenden Verletzungen davontragen können. Ich kann natürlich nicht davon ausgehen, dass Menschen im körperlich besten Alter Herr ihrer Schritte sind und voraussschauend im Falle eines Hindernisses ebendiese nach rechts lenken.
Begrüßenswert ist in diesem Zusammenhang natürlich auch der Kahlschlag der Fahrnisse zur Beseitigung feuertechnischer Fährnisse. Lang vorbei sind die Zeiten als im Foyer noch Bänke standen, wo im Winter mitunter auch Obdachlose Platz genommen haben, um sich aufzuwärmen. Heute bleiben die Studierenden dank dieser sozialen Säuberung von einem solchen Kontakt mit den sozialen Gegebenheiten verschont. Ebenfalls vorbei sind die Zeiten, als in Wiener Kaffeehäusern unter dem Deckmantel feuerpolitzeilicher Vorschriften noch ein Mantelobolus von der Garderobefrau eingefordert wurde, heute gilt es, aus solchen Brandschutzbedenken alle auch nur temporären Verweilorte unter Strafe zu stellen.

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NTNT teilte diese Idee  ·   ·  Admin →

Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser! Zweifellos haben Sie Recht, dass im Foyer der Hauptbibliothek Kaffeehaustische, Bänke und Sofas wesentlich gemütlicher und einladender wären als das kahle Nichts! Niemand würde sich mehr Komfort für die BenutzerInnen der Bibliothek wünschen als wir! Doch gleichzeitig müssen und wollen wir unbedingt Sorge tragen für die Sicherheit unserer BenutzerInnen. Im Brand- oder Katastrophenfall sind ca. 500 Menschen gleichzeitig aus dem Bereich „Lesesäle“ zu evakuieren. Da darf und kann es nicht sein, dass Menschen durch Möbel an der Flucht gehindert werden! Man stelle sich nur einmal szenisch vor, wie es ist, wenn hunderte Menschen gleichzeitig versuchen, durch das Foyer zu fliehen. Dann wird man verstehen, warum das so sein muss. Die Brandschutzbestimmungen der Universität Wien sind übrigens hier nachzulesen: https://www.univie.ac.at/mtbl02/02_pdf/20160601.pdf. Das kurzfristige Verweilen auf Treppen steht natürlich weiterhin nicht unter Strafe. Deshalb werden wir Ihren Verbesserungsvorschlag (Strafen einzuführen) wohl nicht aufnehmen.

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